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Neue Methoden für Krankenhaus-Betriebsvergleiche

Neue Methoden für Krankenhaus-Betriebsvergleiche

von Wolfram Fischer
Art.Nr.: 9783952123287

Kurzbeschreibung:

ISBN 978-3-9521232-8-7
Gebunden, 160 Seten

Unser aktueller Preis: 25,90 EUR
inkl. MwSt. (7.00 % = 1,69 EUR )
Detailbeschreibung:

Alle Sektoren des Lebens scheinen zunehmend dem Druck der ökonomischen Rationalität ausgesetzt zu werden. Dahinter versteckt sich meist die Erwartung, «der Markt» solle den schwierigen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage optimal und möglichst schmerzlos sicherstellen. Auch für das Gesund­heits­wesen bestehen solche Erwartungen, gerade dort sind aber die Voraussetzungen für die segensreiche Wirkung einfacher Marktmechanismen nicht gegeben. Die erhofften Wettbewerbswirkungen können sich nur einstellen, wenn sie auf Ersatzmechanismen abgestützt werden, die meist zu­sammen­gefasst unter dem Begriff der «managed competition» in Erscheinung treten. Äusserst anspruchsvoll ist es im Gesund­heits­wesen überhaupt zu beschreiben, was dessen Leistungen sind – ist es das Gesundwerden? Noch schwieriger ist es zu entscheiden, welche Aufgaben dem Preismechanismus überlassen werden können und nach welchen Kriterien die knappen Ressourcen zur Herstellung der Leistungen eingesetzt werden sollen.

In den meisten wettbewerbsorientierten Gesundheitssystemen sind Betriebs- bzw. Krankenhaus­vergleiche als Mittel zur Erreichung von Wettbewerbswirkungen vorgesehen. Meist wird aber nicht weiter festgelegt, wie solche Betriebs­vergleiche überhaupt sinnvoll durchgeführt werden können, ohne durch verzerrende Vereinfachungen letztendlich schematische planwirtschaftliche Lösungen durch die Hintertür einzuführen.

Die vorliegende Untersuchung steuert reichhaltiges Material zur Frage der Beschreibung der Kranken­haus­lei­stun­gen und zum Thema Betriebs­vergleiche bei und gehört zweifellos zur Pflichtlektüre für all jene, die sich ernsthaft für wirkungsorientierte Politik im Gesund­heits­wesen interessieren.

Dr. Till Bandi, Bundesamt für Gesundheit

Zusammen­fassung
Durch die Einführung von DRG-Systemen (DRG = Diagnosis Related Groups = Diagnosebezogene Behandlungsfallgruppen) sowie durch vielfältige Er­he­bungen bei den Krankenhäusern sind grosse Mengen medizin-ökonomischer Daten vorhanden. Diese sind aber nur dann als Grundlage für betriebliche und politische Entscheidungen brauchbar, wenn sie im Kontext überblickt, verglichen und beurteilt werden können. Die in diesem Buch vorgestellten grafischen Methoden sind ein Diskussionsbeitrag dazu. Sie sollen die ökonomische Beurteilung von Krankenhäusern unterstützen.

Im Buch wird zu Beginn ein umfassendes Beispiel eines Krankenhaus-Betriebs­vergleichs dargestellt und kommentiert. In weiteren Kapiteln werden die drei Schritte erläutert, die für Vergleiche von Krankenhäusern nötig sind. Sie gehen von folgenden Arbeitsfragen aus:

Wie lässt sich ein Krankenhaus beschreiben?
Wie können ähnliche Krankenhäuser ermittelt werden?
Welche Kennzahlen und Grafiken ermöglichen diskussionsfähige Krankenhausvergleiche?

Da es keine einzelne Kennzahl gibt, die in der Lage ist, ein Krankenhaus adäquat zu beurteilen, wurde ein Set von relevanten Kennzahlen erarbeitet. Die verwendeten Grafiken wurden zum Teil speziell entwickelt, so das «Differenzdiagramm», dessen kleinster Baustein die Anzeige der Positionen und den Vergleich von drei Werten ermöglicht, oder das «Sequenzdiagramm», das die Positionen und die Veränderungen von mehre­ren aufeinanderfolgenden Werten bei minimalem Platzbedarf aufzeigt. Es wurde eine Krankenhauskarte konstruiert, die Raummetaphern verwendet, wie sie aus geografischen Karten be­kannt sind. Auf der Krankenhauskarte sind jene Krankenhäuser benachbart, die ein ähnliches Patienten­spekt­rum behandeln. Im Weiteren wurden auch grafische Techniken verwendet, die in anderen Bereichen bereits be­kannt sind. Dies waren insbesondere Mosaikgrafiken, Fach­werk­grafiken (Trellis Displays, Lattice Graphics) und Belegungsdiagramme (Treemaps).

Das Buch wendet sich an Krankenhausmanager, Controller, Medizin-Informatiker, Ärzte und Pflegende sowie auch an politische Entscheidungsträger und Statistiker, welche sich mit der Aus­wer­tung von Krankenhausdaten auseinander zu setzen haben.

Der Autor ist Betriebswirtschafter und Medizin-Informatiker.

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